surfaces. style. quality. die neue oberfläche

Das ist Leidenschaft

Wie schmeckt rebado? Tee-Sommelier Philipp Rank hat das Lebensgefühl von NEWNATURE aufgegriffen und einen frisch-würzigen Wohlfühltee für Wellness-Einheiten im heimischen Badezimmer gemixt.

„Ein feines Näschen mit Leidenschaft“

Der Mann hat ein feines Näschen. Riechen und Schmecken – das ist seit Kindesbeinen das Ding von Philipp Rank. Er kann sehr schnell Angenehmes vom Unangenehmen unterscheiden.

Sein Kräuterhaus „Wurzelsepp“ lässt hier keinen Zweifel aufkommen: Der Laden im Herzen von Nürnberg ist ein Wohlgenuss für alle Sinne. Im Kräuterregal tummeln sich Mariendistel neben Käsepappel und Augentrost. Die Tees heißen „Innere Gelassenheit“ oder „Morgenmuffel“. Zu den Verkaufsschlagern gehört „Mango Tango“, eine fruchtige Mischung mit Stückchen von Mango, Ananas und Orange. Duftend dicht gefolgt vom Früchtetee „Wildorange“.

Unglaubliche 450 verschiedene Teemischungen kann Rank bieten. Das sei über die Jahre gewachsen. Dabei könne man nicht einfach so einen Tee mischen, erklärt der 46-Jährige. „Das ist Leidenschaft.“ Gelernt hat Rank sein Handwerk in Meckenheim. Tee-Sommelier nennt sich das. Vor wenigen Jahren kam noch eine Ausbildung zum Ökotrophologen hinzu.

„Wo soll die rebado Tee-Reise hingehen?“

Nun soll es also ein Tee für rebado sein. Eine Wohlfühlmischung für die neue Linie NEWNATURE wird verlangt. Das heißt für Rank, sich mit dem Produkt und dem Markenkern zu beschäftigen. Er weiß beim neuen Tee-Kunden um die Nähe zum Nordischen, kennt die Filmaufnahmen der Kollektion in Island. „Da passt keine orientalische Teemischung“, erklärt der Fachmann.

Die Begriffe rau, explosiv und frisch geistern in seinem Kopf. Beim rebado-Bad heißt es aber auch Entspannung und Wellness. Also, wo soll die Tee-Reise hingehen?

Rank ist Tee- und Kaffeetrinker. In beiden Bereichen legt er Wert auf Qualität. In seinem Gewürz- und Teeladen sowieso. Er versucht Trends aufzuspüren, setzt auf naturbelassene und biozertifizierte Tees.

Derzeit dominieren Fränkische Minze, Verbena (Eisenkraut), Lemongras oder Süßholzwurzel. Es darf aber auch mal etwas Klassisches wie Brennnessel sein. „In ersten Linie soll es schmecken“, sagt der Experte. Dabei nimmt er beim Mischen der Zutaten gerne mal die Duft-Welt als Vorbild, unterscheidet Kopf-, Herz- und Basisnote.

„Was darf in Deinem rebado – Wohlfühltee nicht fehlen?“

Mit allen Sinnen genießen – so versteht Rank seine Passion. Wie riecht der Tee in der Tüte, wie, wenn er gebrüht wird? Wie riecht er in der Tasse. Wie schmeckt er? Rank will die volle Sensorik-Bandbreite liefern. Okay, das Hören kommt mit dem unspektakulären Einschenken des aromatischen Getränks etwas zu kurz. Dafür „trinkt“ das Auge ordentlich mit, die Beutel sind reichlich bunt gefüllt.

Was tut gut, was mag die Kundschaft? Rank will es seinen Konsumenten so einfach wie möglich machen. Wenn im Tee Zutaten drin sind, die kein Mensch kennt, sei das eben problematisch. „Kenn ich nicht, will ich nicht“ – ist hier seine Erfahrung.

Zurück zur rebado-Mischung: Rank sieht die Kundschaft vor seinem geistigen Auge im Schaumbad entspannen. Schwarztee sei da zu anregend. „Ich will mit meinem Tee etwas für meinen Körper tun, also müssen wir in die Kräutertee-Richtung gehen“, definiert Rank die Basis. Jetzt geht es ans Verfeinern. Noch mehr Wohlfühlcharakter muss her. Was gar nicht funktioniert beim Thema Entspannung: Baldrian. Der riecht übel. Ingwer und Lemon kann man das nicht vorwerfen. Beides liegt seit Jahren im Trend, beides passt zum Wohlfühltee.
„Ingwer bringt mit warmer Schärfe das kühl-frische Lemongras in angenehm-aromatisches Gleichgewicht“, heißt das auf Tee-Deutsch.

Ein bisschen Süßholz (raspeln) gehört bei Rank zum Geschäft – und darf schließlich auch im rebado-Wohlfühltee nicht fehlen…

→ www.wurzelsepp-nuernberg.de
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