surfaces. style. quality. die neue oberfläche

Reportage Making-of

NEWNATURE in der Natur abbilden – das war der Anspruch für die neue Oberflächen Kollektion von rebado. Fotograf Andy Kuechenmeister schildert seine Erfahrungen vom Making-of in Island. Zwischen Faszination und Grenzerfahrung.

„Zwischen Faszination und Grenzerfahrung“

Ich kenne die Welt. Das klingt ein bisschen anmaßend, ist aber so. Ich saß jahrelang vor allem im Flugzeug. An allen möglichen Orten traf ich auf die perfekte Welt des Sports und die glitzernde der Mode. Heute fühle ich mich vor allem in der Natur wohl. Dort musst du nichts drapieren, dort ist alles echt. Mein Name ist Andy Kuechenmeister. Ich bin Fotograf.

Die Außentemperatur beträgt 14 Grad. Mitten im August. Es ist ein frischer Empfang. An diesem Morgen starten wir unsere Dienstreise im äußersten Nordwesten Europas. Wir – das sind unter anderem ein Filmteam und ich.

Die Idee zur Location entsteht nur wenige Tage zuvor. Der Urlaub eines Teammitglieds war der Auslöser. Fasziniert von der überwältigenden Natur, den so unterschiedlichen Landschaften und den pragmatischen Menschen, liegt der Gedanke nah, hier die Produktlinie rebado NEWNATURE in Szene zu setzen.

Mit drei weißen Jeeps setzen wir uns in Bewegung. Sieben Tage Abenteuer für ein Produkt, das hier zuhause sein könnte. 

„Die Natur überrascht mich mit ihrer Vielseitigkeit und Schönheit“

Gletscher, Geysire, Lavafelder, Wasserfälle oder Moos-Landschaften zählen zu unseren Dreh- und Fotoorten. Immer wieder filmen und fotografieren wir Oberflächen-Motive in Einklang mit der Natur. Die parallelen Strukturen und Farben von Natur und Fliesenplatte sind zum Teil unheimlich. Sicher, rebado-Designer Peter Ippolito holt sich Anregungen aus der Natur. Diese tatsächliche Nähe von Produkt und Landschaft aber fasziniert.

Ich arbeite mit einer einzigen Kamera und wähle in der Regel eine normale Optik – ohne Weitwinkel oder Schnickschnack. Es ist mir ein Anliegen, den normalen Blick des Auges wiederzugeben. Nichts Künstliches, sondern so, wie die Szenerie nun mal ist. Nur so wird man dem jeweiligen Ort gerecht. Die Natur überrascht mich in diesen Tagen permanent mit ihrer Vielseitigkeit und Schönheit. Natürlich hat man als Fotograf Ideen im Kopf, wie sich etwas abbilden lässt, setzt sich mit dem Produkt auseinander und sieht vieles vor seinem geistigen Auge. Es folgt unwillkürlich ein Austausch mit allen Beteiligten. Es wird viel ausprobiert. Die Inspiration aber kommt hier noch einmal intensiv vor Ort.

Unsere Orte auf dieser Reise haben Zungenbrecher-Namen wie Hvalnesviti, Ljotipollur oder Stokksnes. Und wir treffen auf Menschen, die es wunderbar verstehen, im Einklang mit der Natur zu leben und den Naturgewalten zu trotzen. Wir selbst erleben Eiseskälte im August, beobachten Wale in rauen Wellen, finden skurrile Bäder im Nirgendwo und sehen ein unendliches Meer an Moos. Wer das satte Grün betritt, muss mit horrenden Strafen rechnen. Es dauert Jahrzehnte, bis sich Mooslandschaften von solchen menschlichen Begegnungen erholen.

Foto: Felix Röser
Fotos: Felix Röser

„Ich war noch nie so nah bei mir“

Die Tage hier sind lang im August. Eines Abends begebe ich mich allein auf einen öffentlichen Weg Richtung Gletscher. Ich gehöre nicht zur Draufgänger-Fraktion von Fotografen. Schließlich bin ich stolzer Vater von drei wunderbaren Prinzessinnen. So erkunde ich am Wegesende mit Respekt das Ziel und trete nur dorthin, wo auch andere Fußspuren erkennbar sind. Wie aus dem Nichts geht der schwarze Kiesboden wie Treibsand unter mir auseinander und verschluckt mich bis Gürtelhöhe. Ein Schock, mein Herz schlägt bis zum Hals. Ich habe großes Glück: Ein englisches Paar ist zufällig in der Nähe und zieht mich raus

Die Kräfte der Natur spüre ich also hautnah. Auf unserer Dienstreise entstehen zehn harmonische Fotos von zehn Fliesenplatten in zehn unterschiedlichen Landschaften. Mit bloßem Auge ist das eine vom anderen kaum zu unterscheiden. Neben dem Ausflug zum Gletscher bleiben mir vor allem Wind und Weiten in Erinnerung. Und Stellen der totalen Stille in der schwarzen Lava-Einöde. Für dieses Fleckchen Erde ist das ein ganz normaler Sommer. Ich dagegen habe so etwas noch nie erlebt. Ich war noch nie so nah bei mir.

Foto: Felix Röser
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